Die Thika Falls

Am 10. September haben ich und vier weitere Freiwillige uns aufgemacht zu den „Fourteenfalls“ in Thika. Den Abend zuvor habe ich bei einer anderen Freiwilligen übernachtet, wesweg2016-09-10-14-46-58en ich mit zusammen mit ihr und einer anderen Freiwilligen zusammen in Ngong hills in das Matatu eingestiegen bin, in Vet (meiner eigentlichen „Haltestelle“) sind dann noch die anderen beiden zu uns gestoßen und wir sind nach Nairobi hineingefahren. Dort angekommen sind wir in ein Kleineres Matatu bis nach Thika eingestiegen. Dort angekommen wollte uns die Leute dort ein Matatu aufschwatzten für „nur“ 2,000 Ksh, was umgerechnet 17-18€ sind, zum Vergleich von Ngong nach Nairobi und von Nairobi nach Thika sind wir für jeweils 100Ksh gekommen. Nach einigen Verirrung und Streitereien mit den Matau Fahrern, sowie einer Flucht aus einem Matatu hatten wir dann endlich ein Matatu gefunden das uns für 100Ksh zu den Wasserfällen mitnahm.

Dort angekommen, haben wir dann den Non-Residence Preis bezahlt (sobald wir unsere Alien Card haben können wir den Resindence Preis zahlen, welcher deutlich unter dem Non-Residence Preis liegt). Wir waren erst mal von den Wasserfällen überwältigt, welche wirklich wunderschön waren (siehe die Fotots unten). Man hatte uns sofort angeboten einen Guide zu buchen und die Wasserfällen oben zu Fuß zu überqueren aber wir wollten erst einmal etwas Picknicken da wir bis zu den Wasserfällen 3-4 Stunden gebraucht haben und ein Matatu nicht wirklich ein Platz ist wo man Essen kann.

Unser Plan uns danach einen Guide zu buchen ist dann Wort wörtlich ins Wasser gefallen, während unseres Picknicks ist vor u2016-09-10-14-51-47nseren Augen eine Frau ins Wasser gefallen als sie die Wasserfällen überqueren wollte.  Danch waren wir dann nicht mehr so begeistert davon.Stattdessen sind wir dann am Ufer etwas herabgestiegen uns haben von unten ganz fleißig Fotos gemacht und die Landschaft genossen.

Zwischen 15 und 16 Uhr haben wir uns dann schon wieder auf den Weg gemacht, da wir befor es Dunkel ist zuhause seinen wollten (was immer um 19 Uhr ist).

Für den Rückweg mussten wir erst einmal zur Straße zurück laufen, zum Glück hat uns dann jemand in seinem Auto mitgenommen und zur Straße gebracht, wo dann auch schon ein Matatu Richtung Nairobi stand was uns mitnahm. Lustigerweise saßen in diesem fast die gleichen Menschen mit denen wir zu den Wasserfällen hingefahren sind. Wir haben es dann dank einem sehr netten Matatu fahrer auch noch zu unserer Station in Nairobi, Railways, gefunden und er hat uns dann freundlicherweise noch in das Richtige Matatu gestetzt. Pünktlich zu Sonnenuntergang waren wir dann auch noch Zuhause.

2016-09-10-14-01-07

 

 

 

 

 

Die Fourteenfalls von oben.

2016-09-10-14-45-13

 

 

 

 

 

Die Flusslandschaft hinter den Fourteenfalls.

Die ersten beiden Wochen und mein Projekt

Die Woche nach meiner Ankunft in meiner Gastfamilie waren noch Ferien, weswegen wir erst mal etwas Zeit hatten um uns einzuleben und unsere Gastfamilie kennenzulernen.

Am Montag sind wir dennoch zu unserem Projekt gegangen: Die „Brother Beusang school“. Dort wurden sie aber anscheint nicht über unser Kommen informiert, weshalb sie erst einmal beim ICYE anriefen um sich zu versichern, dass wir wirklich von dort sind. Trotzdem waren alle sehr freundlich zu uns und haben uns gut aufgenommen, der Development Manager, der für uns zuständig ist, hat uns dann herumgeführt. In den nächsten Tagen haben wir dann etwas bei der Inventur für den neuen Term geholfen.

In der darauffolgenden Woche war am Montag ein Staff Meeting an dem wir teilgenommen haben und uns mit mehreren Lehrern unterhalten haben. Am Dienstag fing dann die Schule an, diese Woche haben wir dann in der Primary School herumgeschaut und uns in den Unterricht gesetzt und auch schon etwas mitgeholfen.

In der Primary School gibt es einmal die „lower Primary“ und die „upper Primary“, zur „Lower Primary“ zählen die „Pre-Units“ (so etwas wie die Vorschule) und Class 1 bis 3, zur „upper Primary“ zählen Class 4 bis 8.

Die darauffolgende Woche haben wir dann in der Secondary School verbracht, dort konnten wir nicht so wirklich helfen und haben uns mehr oder weniger in den Unterricht hinein gesetzt und zugehört. Dabei hat man sich selber schon wieder wie ein Schüler gefühlt, weswegen meine Stunden auch hauptsächlich in der Primary stattfinden. In der Secondary habe ich nur eine Doppelstunde Bio in Form 1.

In der Secondary School geht es von Form 1 bis Form 4 ( Klasse neun bis zwölf). In Form four werden im November die Abschlussprüfungen geschrieben.

In Kenia startet das Schuljahr nämlich im Januar, geht dann bis Ende März (im April sind Ferien), startet dann wieder im Mai und geht bis Ende Juli. Der August ist dann wieder frei und der letzte Term geht dann bis Ende Oktober. November und Dezember sind dann für alle die kein Exam schreiben komplett frei, also ihre großen Ferien.img_20160901_120352  img_20160901_124048

Fotografiert aus der Primary school, zu sehen ist das Gebäude mit der Administration und der Labore (Chemie, Bio und Computer). Das Zweite wurdeaufgenommen wärend der Mittagspause, man sieht die essensschlange , die vordere gehört zur Primary und die hintere zur Secondary.

Meine Gastfamilie

Ich muss sagen meine Reise zu meiner Gastfamilie war zwar Strecken technisch eine der Kürzesten aber zeitlich hat es mit am längsten gedauert in die Gastfamilie zu kommen. Samstag Morgen gegen kurz vor Neun wurden wir mit dem Taxi von der Schule bis nach Ngong gebracht, dort haben wir dann etwas auf die Gastmutter von Miri und ihrer Mitbewohnerin gewartet, wir dürfen nämlich nicht zusammen wohnen, da wir Projektpartner sind und dann 24/7 aufeinander hängen würden und um Streit zu vermeiden wurden wir getrennt. Auf jedenfall hat ihre Gastmutter das Taxi dann zu ihrem Haus gelost wo, ich dann auch den Samstag und die Nacht verbracht IMG-20160821-WA0008habe, da meine Familie zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause war. Am Samstag Morgen kam dann direkt einer der Enkel meiner Gastoma und hat mich zu ihrem Haus gebracht.( Ich bezeichne ihn inzwischen als meinen gastbruder.)

Dort habe ich ein eigenes Zimmer, worüber ich auch sehr froh bin. (Das Bild ließ sich leider nicht drehen.

Außer meiner Gastoma wohnt dort noch eine Enkeltochter, die nur ein paar Monate älter als ich bin und auf dem Grundstück wohnt noch ein Enkelsohn in seinem eigenen Haus der ist ca. sieben Jahre älter als ich. Mit beiden Verstehe ich mich sehr gut. Meine Familie hat auch noch einen „Houseboy der auch nur ein paar Monate älter als ich bin und mit dem ich mich auch sehr gut verstehe.

Das Grundstück meiner Gastoma ist sehr groß, sie hat einen sehr großen Garten in dem sie viele Sachen für den eigen bedarf und weiter verkauf anbaut wie zum Beispiel Mais.

Außerdem hat sie noch mehrere Tiere, drei Hunde, eine Katze und Mehrere Kühe von der eine Milch gibt, die wir weiterverkaufen (60 bob der Liter). Und seit gestern auch noch ein kleines Kalb, welches vorgestern Abend auf die Welt gekommen ist.img-20160927-wa0011

Das Arrival Camp

Sieben Tage haben wir in der „St. Georges Girls High School“ in Nairobi verbracht, gelernt, gelacht und viel gegessen.

Am 14.08, Einem Sonntag waren im Camp wir elf Deutschen, eine Finnin und eine US- Amerikanerin, dazu kamen in der nächsten Nacht dann noch eine US- Amerikanerin und eine Inderin. Aber zurück zum Sonntag, an dem Tag gingen wir zum ersten mal nach Nairobi rein, um uns SIM Karten bei „Safaricom“ zu holen, eine kostete 100 Ksh (Kenia Schilling) was umgerechnet noch nicht mal ein Euro ist ( 1€ = 111Ksh). Da wir so viele waren, dauerte das dann auch entsprechend lange. Das kenianische Anstellsystem ist sehr interessant, da man sich nicht wie in Deutschland in eine Schlange stellt sondern sich auf eine Bank setzt und immer weiter nach vorne rutscht, bis man dann direkt vor dem Schalter sitzt. Aus irgendeinem Grund, wir vermuten dass es mit den Privilegien eines Weißen zu tun hat, mussten wir uns nicht ganz hinten auf die letzte Bank setzten, sondern konnten direkt vorne sitzen.

Danach fuhren wir zum ersten mal in einem richtigen Matatu (so werden die kenianische Busse genannt) zu einem Einkaufszentrum um dort unseren MPesa Account freischalten zulassen. MPesa ist so was wie ein Bank Account auf deinem Handy, du kannst damit im Supermarkt bezahlen, dein Gehalt darauf kommen und dir damit auch Airtime und Data Bundels kaufen ( Airtime ist das Guthaben auf deinem Handy und Bundels wird das Internet auf dem Handy genannt).

Eine Sache die für uns ganz merkwürdig war, aber für die Kenianer völlig normal ist sind die ganzen Security Kontrollen. Jedes mal wenn man ein Gebäude (Läden , Einkaufszentren etc.) betritt, wird man wie bei der Flughafenkontrolle kontrolliert: Man legt seine Tasche in ein Körbchen und geht durch einen Scanner durch, oder man wird abgetastet und muss seine Tasche öffnen. Natürlich stehen bei diesen Kontrollen dann immer ein Mann und eine Frau dort.

Anschließend gingen wir zurück zur Schule, ein Co-worker versuchte dann mir und einer anderen Deutschen etwas Kisuaheli bei zu bringen…was aber eher von mäßigem Erfolg war, da wir uns das nicht alles merken konnten. In der Schule angekommen gab es Tea Time und ein paar Stunden später Abendessen. Alle Mahlzeiten waren ausschließlich traditionelles kenianisches Essen.

In der Folgenden Woche hatten wir einen Crash- Kurs in Kisuaheli, haben etwas über die Menschen und die Kultur dort gelernt und haben über unsere Herkunftsländer und die Unterschiede zwischen ihnen gesprochen. In Kenia werden sehr oft und viele Orangen gegessen, so habe ich dem Mädchen aus Indien erzählt, dass es Orangen und Mandarinen hauptsächlich bei uns im Winter gibt…sie erwiderte darauf nur das diese in Indien gepflanzt werden und so verlief das ganze Gespräch über Früchte. Jeden Abend stellte sich dann ein anderes Land nach dem Abendessen vor.

Natürlich habIMG_20160817_105638en wir dann auch noch an einem Vormittag unsere Botschaften besucht um uns dort vorzustellwn. Bei uns war es leider nicht so produktiv, die aus der Botschaft kamen waren nur Praktikanten die hier erst seit zwei Monaten sind und bald auch scho wieder weg sind. Daher uns auch keine Tipps geben konnten.

 

Am letzten Abend gab es dann noch ein großes Ereignis, erst haben wir zusammen mit den Mitarbeitern und Ehemaligen Freiwilligen aus Kenia Abend gegessen, jedes Land hatte eine Spezialität vorbereitet (wir haben natürlich Spätzle gemacht), und dann waren wir noch in Nairobi feiern. Das war ein Erlebnis, zu nächst einmal war der Club ab 25, von uns waren aber nur zwei drüber und von den Co-Workern waren auch noch nicht alle so alt, doch sind wir herein gekommen….ich denke es ist klar warum, unsere Hautfarbe hat es uns ermöglicht. In den Clubs selbst ist es auch total anders, es war nicht so voll und recht hell, auch ist der Tanzstil von ihnen anders, eher körperbetont.

Nach dieser Langen Nacht, die erst um vier Uhr morgens aufhörte, schliefen wir zwei Stunden, was nicht unbedingt Ideal war, da es am nächsten Morgen in die Gastfamilien ging.

Der Weg nach Kenia

Der Abflug nach Kenia war am 12.08.2016 um 21:35 Uhr in Hamburg, zusammen mit vier anderen Freiwilligen. Nach dem Abschied von unseren Familien bestiegen wir das Flugzeug und flogen nach Dubai .

Dort Angekommen, wurden wir erstmal von der Hitze erschlagen, nach der Sicherheitskontrolle fingen wir dann die große Suche nach Rahel, einer Mit Freiwilligen, an – Sie war alleine von Düsseldorf nach Dubai geflogen – der Treffpunkt war eigentlich der McDonalds auf der B – Ebene , sie war jedoch auf der A- Ebene, nach einigem hin-und her fanden wir sie.

Um unseren Hunger zu stillen gingen wir dann erst mal Frühstücken. Ein Früchtebecher, ein Croissant und ein Wasser konnten wir mit unserem Ticket, was wir von Emirates bekommen hatten, holen. Gesättigt machten wir uns dann auf zum Gate B16,von welchem wir später weiterflogen und vertrieben uns die Zeit mit einer Runde Wizard, ein Spiel das sich unter uns Freiwilligen etabliert hatte.Nach knappen sechs Stunden Flug kamen wir dann in Nairobi am Internationalen Flughafen an. Direkt nachdem das Flugzeug landete wurden wir zur Passkontrolle / Visa Beantragung weitergeleitet, zwei Stunden Schlangestehen und wir hatten unsere Aufenthaltserlaubnis für drei Monate.

Nach kurzer Zeit waren wir dann auch schon aus dem Flughafen hinaus und wurden von einer Offiziellen des ICYE empfangen und zu unseren Unterkunft der „St Georges Girl High School“ gebracht.

Dort angekommen mussten wir erst mal unseren schweren Koffer in die erste Etage bringen. Anschließend ging es zu unserer ersten Tea Time dort und es folgten noch viele Weitere von denen wir jede einzelne genossen. Unsere Zeit im arrival Camp war anstrengend aber ich habe jede Minute genossen, aber das schreibe ich im nächsten Eintrag….

Die Zeit vor Kenia

Am 12. August ist es soweit und ich werde zu meinem Freiwilligendienst in Kenia aufbrechen. Ich bin auch schon ziemlich aufgeregt und bin gespannt darauf wie es in Kenia sein wird.

Ankommen werde ich am 13. August Morgens in Nairobi, wo wir dann eine Einführungswoche haben, bevor wir in unsere Projekte verteilen werden.

Mein Projekt ist in der “Brother Beusang“ Schule in Ngong in der Nähe von Nairobi. Meine genauen Aufgaben, die ich dort übernehmen werde, sind leider noch unbekannt. Dafür habe ich aber schon  erfahren, dass ich wahrscheinlich bei einer älteren Dame und ihrem Enkelkind wohnen werde.

Momentan bin ich beim Vorbereitungsseminar in Hattingen mit insgesamt 110 Freiwilligen, die auch mit dem ICJA ausreisen werden. Dort erfahren wir viele spannende Gedanken und Eindrücke, die uns noch lange prägen werden. Die anderen Freiwilligen reisen nach Costa Rica, Bolivien, Südafrika, Marokko und noch viele andere Länder. Es sind alles echt nette Menschen und wir verstehen uns alle sehr gut und haben tolle Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch lange halten werden.

Wie ich hier herausgefunden habe, sind wir „Kenianer“ mit Abstand die Ersten mit unserer Ausreise am 12. August, weshalb die Lage des Vorbereitungsseminars für uns nicht ganz so ideal ist. Wir kommen quasi nur zum Wäsche waschen nach Hause, um dann sofort nach Kenia aufzubrechen. Dennoch macht das Vorbereitungsseminar unglaublich viel Spaß und viele der Einheiten, die wir machen, geben uns eine gute Grundlage für unseren Freiwilligendienst.

Ich freue mich schon auf Kenia und bin gespannt, wie ich mich in diesem Jahr verändern werde und was ich erleben werde.